
Willkommen
auf der Homepage des Heimatvereins Rückmarsdorf e. V.
Akkordeonorchester TREMOLO nonstop
Konzert am 7. Juni 2026 ab 15 Uhr am Wasserturm Rückmarsdorf

Kunst im Wasserturm ab 5. Juli 2026
RANDSTÄNDIG / Flurdenkmäler in Zeichnungen von Eckhard Klöthe
Einst prägten sie als alltägliche kultu-relle Bestandteile so manchen Land-strich, heute sind sie in ihrer Vielzahl nicht mehr zu erleben. Als Relikte ver-gangener Lebensweisen, nun zu selte-nen Denkmälern „mutiert“, fristen sie ein randständiges Dasein in der Land-schaft oder in musealen Endstationen. 5. Juli bis 1. November 2026, jeden ersten Sonntag im Monat, 15:00 bis 17:00 Uhr.



Seume-Stube im Heimatmuseum

Wasserturm Rückmarsdorf

Rathaus Rückmarsdorf
Hier im Heimatverein erhältlich
Artikel des Monats
Die Straßennamen in Rückmarsdorf Teil 15
Die Namen der Straßen von Rückmarsdorf erweisen sich bei genauerer Betrachtung als auf-schlussreiche Dokumente zur Entwicklung des Ortes, sie bewahren und berichten Wissenswertes aus seiner Geschichte, aus der Natur und von den Menschen, die hier gelebt und gewirkt haben.
An den Linden
Die Straße An den Linden führt von der Miltitzer Straße aus in Richtung Osten parallel zur Bundesstraße 181 direkt zum Haltepunkt Leipzig-Rückmarsdorf der Bahnstrecke Leipzig – Erfurt. An ihrer Südseite bebaut worden ist sie mit Einfamilienhäusern i.w. zwischen 1992 und 1997, in ihrem Westabschnitt auf der Nordseite i.w. von 1998 bis 2005, dort auch mit einem mehrgeschossigen Wohnkomplex.
In der Zeit zwischen 1995 und 2000 hieß sie noch „Lindenstraße“, nach der Eingemeindung des Ortes zu Leipzig wurde sie „An den Linden“ genannt. Bis 1930, als sich beiderseits der Straße ausschließlich landwirtschaftliche Nutzfläche erstreckte, war sie einfach der „Feldweg“, dann wurde ihr der Name „Hindenburgstraße“ gegeben, und von 1946 bis 1994 hieß sie „Ernst-Thälmann-Straße“, jeweils schon vom Ortskern an geltend einschließlich der heutigen „Alten Dorfstraße“.
Ihren heutigen Namen erhielt sie nach dem Rückmarsdorfer Wahrzeichen auf dem Wach-berg, den drei um 1650 dort gepflanzten Linden, von denen eine noch bis 1992 stand, vom Sturm gebrochen wurde und von ihrem Wurzelstock her wieder austrieb. Ihrem nachge-wachsenen Buschwerk zur Seite stehen auf dem Gipfelplateau vier Neuanpflanzungen von 1993.
Von 1839 bis 1994 bildeten die drei alten Linden das Siegelsymbol der Gemeinde Rück-marsdorf, noch heute in den Symbolen des Ortschaftsrates, der Sportvereine, der Frei-willigen Feuerwehr und des Heimatvereins Rückmarsdorf enthalten.
Nach der Merseburger Straße ist An den Linden die zweitlängste Straße des Ortsteils. An ihrem östlichen Ende hat sich ein Montage-Spezialbetrieb etabliert, sonst ist sie reine Wohnstraße. An ihrer südlichen Seite stehen durchgängig Einfamilienhäuser in bunter Folge verschiedenster Bauweisen, mit Vorgärten an der Straße und Gärten an der Rückseite.
Die Nordseite der Straße beginnt von Westen her mit einem dreigeschossigen Wohn-komplex, dem bis zur Straße Am Rain wieder Einfamilienhäuser folgen. Zwischen dieser und der weiter östlich liegenden Tucholskystraße breitet sich das Wohngebiet Lindenpark aus, dessen vierstöckige Gebäude und Anlagen zwar an der Straße An den Linden liegen, aber nicht zu ihr gehören und auch postalisch mit „Lindenpark“ bezeichnet sind. Diese unter-schiedliche Namengebung an der gleichen Straßenführung hat schon zu Missverständ-nissen geführt.
Erst weiter in Richtung Osten bis zur Einmündung der Ehrenberger und der Straße Zum Bahnhof sind wieder zur Straße An den Linden gehörend, Ein- und Zweifamilienhäuser aus unterschiedlichen Baujahren anzutreffen.
Die Fahrbahn besitzt als einzige der Rückmarsdorfer Straßen die Verkehrsfläche einschrän-kende Seitenrabatten mit jeweils einem Baum und bodendeckenden Pflanzen, von den Kraftfahrern „Schikanen“ genannt.